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Datenschutz auch für Ärzte von Belang

Max Kirschhöfer
Rechtsanwalt

Datenschutz
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Datenschutz auch für Ärzte von Belang

Die Vertraulichkeit von Patientendaten ist für Ärzte seit jeher ein hohes Gut, was nicht verwundert, geht es doch bei Informationen über den Patienten in aller Regel um hoch sensible Daten, deren Schutz auch die seit dem Jahr 2018 geltende Datenschutzgrundverordnung anerkennt.

Diesen Schutz von Patientendaten nehmen auch die deutschen Datenschutzbehörden ernst, was die im Frühjahr 2019 veröffentlichte Meinung der nationalen Datenschützer zum „Datenschutzrisiko“ im Empfangsbereich einer Arztpraxis (https://blog.tsp-law.com/haftungsrisiko-empfangsbereich/) bereits belegte.

Es verwundert daher nicht, dass die Konferenz der unabhängigen Datenschutzaufsichtsbehörden des Bundes und der Länder (DSK) in einer Stellungnahme aus dem November 2019 „nachdrücklich“ darauf hinweist, „dass die Sicherheit von Patientendaten in der medizinischen Behandlung […] flächendeckend“ und „unabhängigvon der Größe der Gesundheitseinrichtung gewährleistet werden muss.

Zwar bezieht sich die genannte Stellungnahme auf die IT-Sicherheit insbesondere in Krankenhäusern. Der Tenor der DSK ist aber offenkundig: Die DSGVO samt ihrer hohen Anforderungen an die Datensicherheit, die Implementierung technisch-organisatorischer Maßnahmen sowie die strikte Einhaltung der Betroffenenrechte gilt uneingeschränkt und ungeachtet des Kostenfaktors für den Gesundheitssektor und steht dort unter einer gesteigerten Beobachtung.

Nutzen Sie die Chance und diskutieren Sie mit dem Landesbeauftragten für Datenschutz Baden-Württemberg, Herrn Dr. Stefan Brink, und uns auf unserem TSP-Datenschutzabend am 27.02.2020 über aktuelle datenschutzrechtliche Themen.

2020.01.22_Datenschutz_Aerzte.pdf (13 Downloads)
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