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Diskussionspapier zur Regulierung von Krypto-Vermögenswerten

Dr. Tilman Schultheiß
Rechtsanwalt

Bank- und Kapitalmarktrecht
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Diskussionspapier zur Regulierung von Krypto-Vermögenswerten

Der Baseler Ausschuss für Bankenaufsicht hat im Dezember ein Diskussionspapier zur Regulierung von Krypto-Vermögenswerten, insbesondere -währungen vorgelegt, das den Bericht vom 13.03.2019 fortschreibt. Das Diskussionspapier spricht sich u. a. dafür aus, dass die Erbringung von Dienstleistungen im Zusammenhang bzw. die Anlage in Kryptowährungen durch Kreditinstitute deutlich strengeren Aufsichtsregeln als bislang unterworfen sein soll.

Für die Anlage in Krypto-Vermögenswerten durch Kreditinstitute gilt demnach: Der erforderliche Risikopuffer soll sich erhöhen. Diese Vermögenswerte sollen insbesondere weder Kreditrisikominderungssicherheiten noch hochwertige liquide Mittel für den Liquiditätsdeckungsgrad oder den stabilen Finanzierungsgrad sein. Diese Behandlung von Krypto-Vermögenswerten spiegele deren Unsicherheiten und Volatilität wider.

Dieser noch nicht beschlossene Diskussionsvorschlag reiht sich auch ein in die bisherigen Verlautbarungen der Bank für internationalen Zahlungsausgleich, die der Etablierung von Kryptowährungen aufgrund ähnlicher Erwägungen eher skeptisch gegenübersteht. Es ist zu hoffen, dass diese Hemmnisse nicht zu Lasten der Bankenbranche durchgesetzt werden, nachdem zuletzt auch Konkurrenzunternehmen auf den Markt getreten sind, die als bankenfremde Institute von dem Markt um Kryptowährungen profitieren wollen (Stichwort: Libra).

2020.01.09-Kryptowährung.pdf (12 Downloads)
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