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Kausalität und Parteivernehmung

Dr. Nicolai-Anselm von Holst
Notar und Rechtsanwalt

Bankrecht
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Kausalität und Parteivernehmung

Der BGH hat in seinem Urteil vom 07. Februar 2019 – III ZR 498/16 entschieden, dass eine Erklärung des Anlegers im Beratungsgespräch, Prospekte seien für ihn „zu dick und zu schwer“, ein hinreichendes Indiz für eine Parteivernehmung zur Frage der Kausalität darstelle. Die „tatsächlich hinter der Zurückweisung der Prospekte stehende Motivation des Klägers“ sei im Wege der Beweisaufnahme zu klären. Gleiches gelte für den Vortrag, der Anleger habe „spekulativ“ gezeichnet und als Anlageziele „Ausschüttungen, Vermögensdiversifikation soweit teilweise Steuervergünstigungen“ angegeben. Dieser Vortrag – und zwar jeder Aspekt für sich genommen – sei ausreichend, um die von der Beklagtenseite angebotene Parteivernehmung durchzuführen.

2019.03.05-Kausalität.pdf (14 Downloads)
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