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Kein Nutzungsersatzanspruch des Verbrauchers bei Widerruf

Prof. Dr. Hervé Edelmann
Rechtsanwalt

Bank- und Kapitalmarktrecht
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Kein Nutzungsersatzanspruch des Verbrauchers bei Widerruf

In seiner Entscheidung vom 04.06.2020, Az. C-301/18, hat der EuGH festgehalten, dass ein Verbraucher, der seinen im Fernabsatz abgeschlossenen Darlehensvertrag widerruft, von seiner Bank zwar die Zins- und Tilgungsleistungen zurückfordern kann, nicht jedoch Nutzungsersatz hierauf. Sollte sich der BGH der Auffassung des EuGH in Bezug auf die Auslegung des § 346 BGB anschließen, was zweifelhaft ist, dürfte auch nach deutschem Recht dem widerrufenden Darlehensnehmer kein Nutzungsersatz auf seine Zins- und Tilgungsleistungen zugesprochen werden.

20.06.23-Nutzungsersatzanspruch-1.pdf (14 Downloads)
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